Traurige Tatsache: Viele Kosmetikmarken testen immer noch Tiere. Insbesondere wurden Kaninchen bisher dazu verwendet, neue Mascaras zu testen, um festzustellen, ob sie für den Menschen sicher sind. Der Draize-Augentest wurde bereits in den 40er Jahren entwickelt, um sicherzustellen, dass Konsumgüter (insbesondere Kosmetika wie Mascara) sanft genug sind und das menschliche Auge nicht reizen oder schädigen. Aber nicht nur, dass dieser Prozess unseren pelzigen Freunden unnötigen Schaden zufügt, sondern auch zeitaufwendig und teuer. Sowohl Tiere als auch Menschen profitieren von besseren Testmethoden, die die Tiere von der Gleichung abhalten.

Und nun zu den guten Nachrichten: Derzeit wird ein neuer Test entwickelt, der effektiv ist, um Mascara zu überprüfen, die Tiere jedoch aus der Gleichung herauszieht und effizienter und kostengünstiger ist. Gewinnen, gewinnen, dreifach gewinnen.



Wissenschaftler der University of Liverpool entwickeln eine Methode, um Mascara auf mögliche Irritation von Tieren zu testen. Der Test verwendet winzige Organismen oder Protozoen, die als Slipper Ciliate und Wimpern Ciliate bezeichnet werden. Diese Organismen weisen genetische Ähnlichkeiten mit dem Menschen auf und sind groß genug, um sie unter einem Miskroskop zu sehen. Die Forscher testeten die Mascaras, indem sie sie jeweils auf eine kleine Glasplatte streichen und in eine Experimentierkammer legen. Sie fügten dann die Protozoen und ihre Nahrung hinzu. Nach einiger Zeit waren die Wissenschaftler in der Lage, das Bevölkerungswachstum auf jeder Glasplatte zu messen, und sie stellten fest, dass es je nach Wimperntusche variierte - einige Marken töteten die Protozoen, während andere sie überhaupt nicht schädigten.

"Dieser Test bietet ein großes Potenzial für die Reduzierung des Einsatzes von Kaninchen, da er sowohl billig als auch zuverlässig ist und die Protozoen zwar einen ähnlichen Stoffwechsel aufweisen wie Tiere, sie werden jedoch nicht als solche eingestuft", bemerkt Dr. David Montagnes, der das Projekt betreute. "Wenn Sie eine einfachere und billigere Alternative entwickeln können, müssen Sie die Kosmetika wirklich nicht an Tieren testen", fügt er hinzu. Wir sind uns voll und ganz einig.



Ein weiterer Erfolg im Kampf gegen Tierquälerei, Ipsen, das Pariser Pharmaunternehmen, das Dysport und Azzalure (beide Botulinum-Produkte, die ähnlich wie Botox arbeiten) herstellt, hat angekündigt, die Tierversuche bis Ende 2014 zu beenden. (Allergan, welche stellt Botox her, hat bereits ein alternatives Testverfahren zugelassen und hat sich verpflichtet, Tierversuche um mindestens 95 Prozent zu reduzieren.)

Es ist zu hoffen, dass neue Forschungen und Maßnahmen großer Unternehmen wie Ipsen und Allergan den Weg für andere in der Kosmetikbranche ebnen werden, dem Beispiel zu folgen und auch tierfreundlicher zu werden.

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